Aalglatt am Aalglattesten

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Ja, so lautet wirklich der Superlativ zu Aalglatt, ich habe auch gestaunt …
Aber was hat das mit dem Wort Aalglatt im Zusammenhang mit meinem Pocketship auf sich? Nun, ich würde die aktuelle Oberflächenbeschaffenheit des Bootes oberhalb des Rupfes genau so bezeichnen 🙂

Nachdem die Holzeiste an Back- und Steuerbord angebracht waren, wollte ich das ganze Boot oberhalb der Leisten einmal schön glatt schleifen und mit einer finalen Schicht klarem Epoxy versehen, welche dann später die Basis für den finalen Lack sein soll.

Also habe ich in insgesamt drei Sessions alles geschliffen – angefangen mit dem Bandschleifer und dann mit dem Handrutscher – so ging für mich am besten.

Hier einige Bilder vom Schleifen der Oberfläche:

Hier im letzten Bild kann man gut den Übergang von zwei Glasfasermatten sehen – oben habe ich den Übergang schon verschliffen, unten im Bild muss das noch passieren.

Nachdem alles schön geschliffen war, habe ich noch zwei Schichten Harz aufgetragen. Die so entstandene Oberfläche ist meines Erachtens super geworden. Bevor hier der finale Lackaufbau aufgebracht werden wird, wird auch diese Schicht noch einmal per Hand oder Rutscher leicht angeschliffen und lackiert. Ich bin mir sicher, mit der jetzigen Oberfächen-Beschaffenheit wird das eine gute Oberfläche geben 🙂 Ich bin sehr zufrieden.

So schaut das Ganze aus, ich hoffe, Ihr könnt es einiger Maßen sehen:

Ein paar Arbeiten werde ich am Boot noch machen können, bevor es wieder, aufgrund der Temperaturen, in die Winterpause geht. Einges spannendes habe ich mir jedoch noch vorgenommen …

4 Antworten zu „Aalglatt am Aalglattesten”.

  1. Hallo Timo,
    „Hier im letzten Bild kann man gut den Übergang von zwei Glasfasermatten sehen – oben habe ich den Übergang schon verschliffen, unten im Bild muss das noch passieren.“

    Nimmt man da nicht wieder zu viel Glasfaser ab? Oder stell ich mir das falsch vor?

    Ansonsten ne super „Aalglatte“ Sache gefällt mir 🙂
    Liebe Grüße Gerhard

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    1. Hallo Gernhard,
      ja, genau bei dem Punkt muss man aufpassen, damit genau das nicht passiert, was Du sagst.

      Zwei Punkte dazu:

      1) Im Fall von nur einer Schicht Glasfaser habe ich nur die Unebenheiten vom Gewebe eben geschliffen, ohne groß in das Gewebe selbst reinzuschleifen. Ich muss auch dazu sagen, dass ich aus dem Grund nach dem Tränken der Glasfaser etwas später noch einmal satt Epoxy auf das Gewebe aufgetragen habe (nass in nass), eben genau aus dem Grund. Jetzt ist ja noch einmal ein Epoxy-Aufbau von zwei Schichten Epoxy auf das geschliffene Gewebe gekommen, von daher ist die Oberfläche schon jetzt dicker im Aufbau als in den Original-Plänen 🙂

      2) In dem Fall, wo ich hab zwei Glasfasermatten überlappen lassen, war es nicht so schlimm, etwas von der oberen Faser abzunehmen, dass ist aber auch nur an den Übergängen passiert, in der Fläche liegen zwei Faser-Schichten übereinander. Ich wollte dadurch an den Stellen das Dach noch etwas versteifen, um kein Risiko einzugehen, wenn darauf später gelaufen wird. Aus dem Grund habe ich auch die beiden Holzverstrebungen von unten unter das Kajütdach verbaut.

      Wie gesagt, mit dem Bandschleifer lies sich die Oberfläche des Epoxy gut „aufbrechen“ / „aufrauhen“ und ab dem Punkt konnte ich gut mit einem kleinen Handschleifer (Exenterschleifer) und feinerem Papier den Rest schleifen.

      Gefällt 1 Person

  2. Hallo Timo,
    hast du ein Glasgewebe oder Glasgelege verwendet und wie viel Gramm hat es.
    Ich persönlich finde diese Übergänge immer kritisch, da ich um den Übergang glatt zu bekommen schnell in die Matte hineinschleife.
    Deine Scheuerkante ist ja gewaltig ausgefallen. Kommt da noch ein Schutz drauf oder ist die erste Lage eine Opferkante.
    Schöne Grüße
    Frank

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    1. Hallo Frank,
      ich verwende ein Glasfilamentgewebe mit 280 g/qm in Köper-Webart. Bei meinem Schleifen der Übergänge habe ich die jeweils oben liegende Matte / Faser leicht angeschliffen. Das finde ich aber nicht schlimm, denn darunter ist ja noch eine Schicht und darauf sind ja jetzt wieder zwei Schichten Epoxy gekommen …

      Die Kante ist in der Tat etwas breiter (1 cm ) als das Oroginal, ich wollte ggf. auch einmal einen Fuß (z. T. zumindest) darauf setzen können – und in der Dicke ist die Aussenkante im Plan 18 mm, meine ist aktuell noch 22 mm. Die Unterseite der Kante ist noch nicht bearbeitet – das möchte ich machen, wenn das Boot gedreht ist, so ist es einfacher, dann kommt noch etwas Material runter von der Kante, so dass ich final auf circa 19 mm landen werde. So lasse ich die Kante dann auch, ein Metallband o. Ä. kommt nicht mehr drauf, ich habe vor die Kante nicht in ihrer gedachten Funktion arbeiten zu lassen, sondern diesen Job durch Fender erledigen zu lassen 🙂 Klar kann immer einmal etwas passieren, aber dafür sind wir ja gute Handwerker, die solche Schäden ohne Probleme beheben können 🙂

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