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Viele kleine Schritte

Gefühlt werden die Ecken am Boot, an denen ich aktuell etwas mache, immer mehr. Das ist nicht negativ gemeint, aber zwischendurch musste ich mich erst einmal sortieren und einen kleinen Plan im Kopf machen, was ich in welcher Reihenfolge machen möchte und was den meisten Sinn macht.

In dem Beitrag starte ich mit der Weiterbearbeitung des Decks am Bug. Die Decksplatte hatte ich aufgeklebt und nun habe ich diese mit dem Rumpf plan geschliffen und mit einem Multitool einen Rand in Stärke der beiden Seitenteile gefertigt, die auf den schon vorhandenen Rumpf kommen sollten.

Im ersten Bild ist die fertige Ausklinkung zu sehen. Bild zwei zeigt ansatzweise das Multitool, mit dem ich den Schritt hervorragend erledigen konnte. Zuletzt die Trockenprobe des Bauteils. Verklebt wird das Ganze wieder mit angedicktem Epoxy und von innen gibt es noch eine schöne Hohlkehle aus Epoxy.

Danach wollte ich die beiden auf den Rumpf aufgesetzten Bauteile soweit in Form bringen, dass ich diese mit Epoxy fixieren konnte. Dazu benötigte ich erst einmal die Innenteile in der Plicht, die die spätere Rückenlehne stützen. Gefertigt, anders als im Plan, habe ich diese aus Resten der 20 mm Multiplexplatte. So musste ich nicht mit Draht rumfummeln um die acht Teile zu fixieren, sondern konnte mit kleinen Schrauben diese von außen fixieren. Damit war die Richtung vom Übergang vom Rumpf zu den Aufbauten gegeben. Jetzt also mit Draht und Holzplättchen alles fixieren und in Richtung bringen, um es mit Epoxy in dieser Form zu halten.

Nachdem ich die neu eingesetzten Bauteile allesamt mit Epoxy fixiert hatte und dieser ausgehärtet war, konnte ich die Drähte, Holzplättchen und Schrauben losnehmen und die restlichen Stellen, an denen zuvor noch die Fixier-Hilfen saßen mit Epoxy versorgen.

Nun begann wieder die Arbeit mit angedicktem Epoxy Hohlkehlen zu ziehen und die Innenseite der Rückenlehne und Kajüte zu spachteln.

Hier seht Ihr eine Auswahl an Hohlkehlen von den Rücklehnenstützen, über die Ecken in der Kajüte bis hin zur Reling am Bug-Deck. Die Spitze habe ich vorn am Bug erst einmal mit gemacht, wissendlich, dass an dieser Stelle später der Bugspriet seinen Platz finden wird.

Der Aufbau bekam im Bereich der Rückenlehne und im Innern der Kajüte ein 10 cm breites Glasfasertape über den Übergang der beiden Bauteile. Das Epoxy habe ich zuvor plan geschliffen.

In der Kajüte muss das Tape nachher schön beigeschliffen werden, im Bereich der Rücklehne verschwindet alles in der Rücklehne selbst – außer in den späteren Schwalbennestern.

Dann war da ja noch der Bogen auf dem Schot zwei, welches vom Aussägen eine kleine Ecke mitbekommen hat. Da ich sowieso mit Epoxy am Start war und wie Eingangs gesagt noch nicht genug Baustellen auf waren, machte ich diese auch noch auf 🙂 Ich bog‘ eine Leiste, die ich zuvor mit Gaffa-Tape umklebt habe, über das Schot. Vorher habe ich angedickten Epoxy darunter gespachtelt und nach dem Sitz der Leiste alles schön in Form gezogen. Nach dem Aushärten Leiste runter, beischleifen, fertig. Ist super geworden.

Der Übergang von der Kajüt-Rückwand und der Fläche der Plicht hat auch eine Epoxy-Hohlkehle bekommen, die ich mit einem Streifen Tape belegt habe.

Die Hohlkehlen im Bereich des Decks waren schon ausgehärtet und ich konnte mit meiner Fingerfeile diese kurz nachschleifen, das geht mittlerweile echt fix – wenn man es einmal raus hat … 😉

Ach Mensch, der Tag ist ja noch gar nicht rum … da könnte ich doch noch die Bugöse an der Bugspitze in Form schleifen!? Staubig war ich sowieso schon und Maske und Gehörschutz auch auf dem Kopf … also was solls, los geht’s!
Hier das Resultat:

Jetzt ist dieser Bereich schonmal schön „Smooth“

Hier endet der Bericht über die vielen kleinen Baustellen und Ecken am Boot, an denen ich gewerkelt habe und noch etwas werkeln werde.

6 Antworten zu „Viele kleine Schritte”.

  1. Avatar von Frank Wessel-Kesting
    Frank Wessel-Kesting

    Hi Timo,
    das kenne ich auch, viele kleine Baustellen, die natürlich alle gemachte werden wollen. Meistens fragt dann meine bessere Hälfte :“ und was hast du heute gemacht?“
    Klebt man allerdings eine große Platte auf heißt es: „woh, hier geht es aber vor ran“.
    Was ich dich noch fragen wollte, aus welchem Holz sind deine Platten?
    Schöne Grüße
    Frank

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    1. Hallo Frank,
      da haben wir wohl ähnlich tickende bessere Hälften 😉 Ja, solche Phasen gibt es immer einmal an Projekten und die werden auch hier noch öfters kommen, ich denke da jetzt schon an die Elektrik …

      Bzgl. Deiner Frage zum verwendeten Holz: Ich verbaue hier Birke-Sperrholz- bzw. Multiplex-Platten mit einer AW100-Verleimung, ich denk darauf zielte Deine Frage ab? Ich habe gesehen, dass der Shop von Jordan aktuell ziemlich dünn aufgestellt ist. Die Platten die ich gekauft habe, bieten die momentan gar nicht an – heftig, was die aktuelle Situation für Auswirkungen hat!

      Soweit erstmal.

      Viele Grüße aus Franken,
      Timo

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      1. Avatar von Frank Wessel-Kesting
        Frank Wessel-Kesting

        Das hatte ich mit aufgrund der hellen Farbe schon gedacht. Ich habe 2009 einen Seggerling aus Birke Multiplex gebaut. Der sieht heute noch gut aus und hat keine rotten Stellen.
        Schöne Grüße
        Frank

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  2. Avatar von ggcode42bec12104
    ggcode42bec12104

    Hi Timo,
    hab das mit dem Holz erst jetzt gelesen. Ist ja interessant da in den ganzen Foren immer zu Bootssperrholz (Okoumé) geraten wird. Lackierst du dann später das gesamte Boot mit Decklack oder wird auch irgendwas mit Klarlack lackiert?
    Viele Grüße Gerhard

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    1. Hallo Gerhard,
      ja, die Foren und Okumè … Diese Diskussionen habe ich schon beim Bau meines Kanus und welchen Leim man verwenden muss/soll verfolgt … Auf das Thema Okumè bzgl. Beschaffungsquellen, Preis und warum überhaupt gehe ich hier mal nicht ein, dass würde den Rahmen sprengen. Vielleicht nur ein Satz eines Bootsbauers dazu, den ich zu dem Thema einmal interviewt habe, der sagte: Du hast doch von beiden Seiten des Holzes Glasfaser mit Epoxydharz, dann vllt. noch eine Schicht Harz, Grundierung und Lack … also warum dann wasserfest verleimtes Holz (?), Du könntest genausogut das Holz gegen Presspappe (Übertreibung dient der Veranschaulichung) verwenden. 🙂

      Zu Deiner anderen Frage – Obwohl ich vom Beruf her auch Holzwurm bin, wird es an dem Boot nicht allzuviel sichtbares Holz geben. Der Mast, Baum, Gaffel, Bugspried, Scheuerleisten, Teile vom Niedergang, Pinne … das fällt mir grad‘ spontan ein. Mal sehen, was es letztendlich wird.

      Dir einen schönen Tag.

      Viele Grüße,
      Timo

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  3. Avatar von ggcode42bec12104
    ggcode42bec12104

    Hi Timo,
    danke für deine Erklärung, sehe ich auch so aber solche Meinungen ließt man sehr selten in den „Foren“ 🙂

    Dir auch einen schönen Tag.

    Gruß
    Gerhard

    Gefällt 1 Person

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